Wenn Seelen zeitlos werden ?!
Wenn ein Mensch stirbt, tritt seine Seele über eine Schwelle. Was im Leben an Termine, Alter und Vergänglichkeit gebunden war, wird frei. Die Seele geht ein in einen Zustand jenseits der irdischen Zeit – zeitlos im wörtlichen Sinne: befreit, geborgen, im Ewigen aufgehoben.
Der Moment des Übergangs ist nicht statisch, sondern ein Prozess. Es ist der heilige Augenblick, in dem sich etwas wandelt. Keine Auslöschung, sondern eine Heimkehr. Die Trauerrede begleitet genau diesen Schwellenmoment, gibt ihm Raum und Würde.